R abkuerzungen

RDE

RDE (Real Driving Emissions) sind Messungen im realen Straßenverkehr.

1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe

RDE steht für "Real Driving Emissions" und bezeichnet ein Verfahren zur Ermittlung der Emissionswerte von Fahrzeugen unter realen Fahrbedingungen. Dieses Testverfahren wurde eingeführt, um die Diskrepanz zwischen den im Labor gemessenen Emissionen und den tatsächlichen Emissionen im Straßenverkehr zu verringern. RDE-Messungen sind ein wichtiger Bestandteil der Fahrzeugzulassung, da sie sicherstellen, dass die Emissionen von Fahrzeugen nicht nur unter idealisierten Bedingungen, sondern auch im normalen Fahrbetrieb im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte bleiben. Diese Messungen sind besonders relevant im Kontext der Diskussion um Luftverschmutzung und Schadstoffklassen.

Technische Details

Das RDE-Verfahren ergänzt die im Labor durchgeführten WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure)-Tests. Während WLTP standardisierte Bedingungen in einem Prüfstand simuliert, erfolgt die RDE-Messung im normalen Straßenverkehr. Hierbei wird ein mobiles Emissionsmessgerät, das sogenannte PEMS (Portable Emissions Measurement System), am Fahrzeug angebracht. Dieses Gerät misst kontinuierlich die Abgase während einer Fahrt, die verschiedene Straßenarten, Geschwindigkeiten und Verkehrssituationen umfasst. Die gemessenen Daten dienen dazu, die Einhaltung der Euro 6 und zukünftigen Euro 7 Normen zu überprüfen.

Funktionsweise

Bei einer RDE-Messung wird das Fahrzeug mit einem PEMS ausgestattet, das die Emissionen von Stickoxiden (NOx), Kohlenstoffdioxid (CO2) und anderen Schadstoffen erfasst. Die Fahrt findet auf öffentlichen Straßen statt und muss eine bestimmte Dauer sowie eine Mischung aus Stadt-, Überland- und Autobahnabschnitten umfassen. Die gesammelten Daten werden anschließend analysiert, um festzustellen, ob die Emissionen innerhalb der gesetzlich festgelegten Grenzwerte liegen. Diese Methode stellt sicher, dass die Fahrzeuge nicht nur unter Idealbedingungen, sondern auch im realen Straßenverkehr umweltfreundlich sind.

Praxis und Relevanz

Für Autofahrer bedeutet das RDE-Verfahren, dass die ausgewiesenen Emissionswerte eines Fahrzeugs realistischer und verlässlicher sind als bei früheren Testmethoden. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Schadstoffklasse eines Fahrzeugs und kann die Berechtigung zur Einfahrt in Umweltzonen beeinflussen. Fahrzeuge, die die RDE-Anforderungen nicht erfüllen, könnten in Zukunft mit Fahrverboten in bestimmten Zonen konfrontiert werden. Zudem beeinflusst die Einhaltung der RDE-Vorgaben die Steuerberechnung, da Fahrzeuge mit niedrigeren Emissionen oft steuerlich begünstigt werden.

Kosten

Die Einführung des RDE-Verfahrens kann für Hersteller mit erhöhten Kosten verbunden sein, da die Entwicklung und Kalibrierung von Fahrzeugen unter realen Bedingungen aufwendiger ist als im Labor. Diese Kosten können sich auf den Endpreis neuer Fahrzeuge auswirken. Für Verbraucher kann dies jedoch langfristig zu Einsparungen führen, da Fahrzeuge, die die RDE-Anforderungen erfüllen, oft effizienter und umweltfreundlicher sind und somit geringere Betriebskosten verursachen.

Synonyme

Straßenmessung
Tags
abkuerzung abgas test

Sie benoetigen Hilfe?

Unser Service-Team unterstuetzt Sie gerne bei allen KFZ-Angelegenheiten.

Zu unseren Services