Abgasuntersuchung
Die AU prueft die Abgaswerte.
Die Abgasuntersuchung (AU) ist ein wesentlicher Bestandteil der regelmäßigen Fahrzeugüberprüfung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie dient dazu, die Abgaswerte eines Fahrzeugs zu kontrollieren und sicherzustellen, dass diese den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Die AU ist insbesondere wichtig, um die Umweltbelastung durch Schadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub zu minimieren. In Kombination mit der Hauptuntersuchung (HU) wird die AU alle zwei Jahre für die meisten Fahrzeuge durchgeführt. Erfolgreich bestandene Abgasuntersuchungen sind notwendig, um die HU-Plakette zu erhalten, die die Verkehrstauglichkeit eines Fahrzeugs bescheinigt.
Technische Details
Die Abgasuntersuchung überprüft die Emissionen eines Fahrzeugs anhand festgelegter Grenzwerte, die in der jeweiligen Euro-Norm, wie Euro 6 oder der kommenden Euro 7, definiert sind. Die Untersuchung kann sowohl bei Benzin- als auch bei Dieselfahrzeugen durchgeführt werden. Dabei werden spezielle Abgasmessgeräte verwendet, die Parameter wie CO2-Emissionen, Kohlenmonoxid und Stickoxide messen. Moderne Fahrzeuge verfügen über einen OBD (On-Board-Diagnose)-Anschluss, über den die Abgaswerte elektronisch ausgelesen werden können. Bei älteren Fahrzeugen erfolgt die Messung direkt am Auspuff mit einer Sonde.
Funktionsweise
Während der Abgasuntersuchung wird das Fahrzeug in der Regel auf einem Bremsenprüfstand oder Rollenprüfstand betrieben, um die Motorlast zu simulieren. Ein Abgasmessgerät wird an den Auspuff angeschlossen, um die Auspuffgase zu analysieren. Bei Fahrzeugen mit OBD-System werden die relevanten Daten direkt aus dem Steuergerät ausgelesen. Die ermittelten Werte werden mit den vorgeschriebenen Grenzwerten verglichen. Sollten die Werte die Grenzwerte überschreiten, wird ein Mängelbericht erstellt, der auf die Notwendigkeit von Reparaturen hinweist, um die Abgaswerte zu verbessern.
Praxis und Relevanz
Für Autofahrer bedeutet eine bestandene Abgasuntersuchung, dass das Fahrzeug umweltgerecht betrieben wird und die HU-Plakette erhalten kann. Sollte die AU nicht bestanden werden, muss der Fahrzeughalter die Ursachen beheben lassen, was oft mit Kosten für Reparaturen verbunden ist. Typische Probleme, die zu einer nicht bestandenen AU führen können, sind Defekte am Katalysator oder AGR-Ventil. Nach erfolgter Reparatur ist eine Nachprüfung erforderlich, um die Plakette zu erhalten. Die Kosten für die Abgasuntersuchung bewegen sich in der Regel zwischen 30 und 70 Euro.
Wartung und Verschleiß
Um die Abgasuntersuchung erfolgreich zu bestehen, sollten Fahrzeughalter regelmäßig Wartungen durchführen lassen. Der Austausch von Verschleißteilen wie dem Luftfilter oder Zündkerzen kann die Abgaswerte verbessern. Auch das regelmäßige Prüfen und Wechseln des Katalysators kann helfen, die Emissionswerte im grünen Bereich zu halten. Eine rechtzeitige HU-Vorbereitung kann dabei helfen, teure Nachbesserungen zu vermeiden und sicherzustellen, dass das Fahrzeug die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.